Spectacular panoramic views while hiking through the Val d'Orcia in Tuscany.

Zu Fuß durchs Val d’Orcia: Wanderwege rund um ABBADIA

Wie man die toskanische Landschaft entdeckt – Schritt für Schritt

Viele Paare fragen uns bei der Ankunft: „Wir wollen wandern. Welche Route empfehlt ihr uns?“

Wir lieben diese Frage. Denn die Toskana könnte man getrost auch „Ich spaziere gerne durch schöne Landschaften“ nennen.

Hier geht es um Genusswandern in der Toskana – ohne Funktionskleidung oder Bestzeiten. Ihr braucht keine spezielle Ausrüstung. Keine außergewöhnliche Kondition. Nur gute Schuhe, ein bisschen Neugier – und Zeit.

Das ABBADIA WINE RELAIS ist der ideale Ausgangspunkt inmitten von Weinbergen, Stille, und Raum. Perfekt gelegen zwischen dem Val d’Orcia, Pienza und Montepulciano – die Wanderwege um uns herum sind sanft. Sie führen durch Eichenwälder, vorbei an Zypressen und Wildblumenfeldern. Manchmal verliert man sich in Gedanken. Manchmal im Gespräch. Manchmal sagt man gar nichts – und genau das fühlt sich richtig an.

Wir zeigen euch keine überlaufenen „Top-10-Routen“. Sondern Spaziergänge, bei denen man langsamer wird. Bei denen man nebeneinander geht. Bei denen man merkt, dass man angekommen ist.

So entdeckt man die Landschaft ums Val d’Orcia wirklich: Schritt für Schritt. Seite an Seite. Mit jemandem, den man gern hat.

Was euch erwartet

Ihr geht durch Weinberge und Olivenhaine, vorbei an alten Steinmauern, über schmale Landstraßen und hinein in mittelalterliche Dörfer, die wirken, als hätten sie es nie eilig gehabt.

Orte, an denen man plötzlich stehenbleibt – nicht aus Erschöpfung, sondern weil die Landschaft aussieht wie ein Gemälde, das gerade für euch aufgehängt wurde.

Die Wege sind sanft. Die Ausblicke weit. Mal hört ihr nur eure Schritte. Mal den Wind in den Bäumen. Manchmal nichts außer Stille.

Was ihr braucht? Bequeme Schuhe. Wasser (wir füllen eure Flaschen gerne auf). Sonnencreme. Einen Hut.

Und ja – euer Handy. Nicht nur für Fotos, sondern auch zur Orientierung. Italienische Wanderbeschilderung ist nicht immer… sagen wir mal konsistent.

Mehr braucht es nicht. Der Rest ergibt sich unterwegs.

Schönste Wanderwege im Val d'Orcia (Von kurz bis «wow, das war es wert»)

1. Die Weinberg-Runde

30 Minuten — sanfter Anstieg

Das ist die Runde, die am Ende jeder mindestens einmal geht. Ihr startet von unserem Weinkeller, taucht in den Weinberg ein, schlendert durch unsere Merlot-Rebstöcke, vorbei an Wildblumenwiesen und um den Olivenhain herum.

Das ganze Tal liegt offen vor euch: Weinberge, sanfte Hügel, dahinter die feine Linie der Apenninen.

Es ist dieser leise Moment, in dem man denkt: Ja. Genau so fühlt sich die Toskana an.

Perfekt vor dem Frühstück. Oder am späten Nachmittag – mit genau so viel Zeit, dass ihr rechtzeitig zum Aperitivo oder einem romantischen Picknick zurück seid. (Wahrscheinlich der wahre Grund, warum diese Runde so beliebt ist.).

2. Montefollonico Runde

1 Stunde — leicht bergauf, dann mittelalterliches Dorf

Diese Wanderung ist ein sanftes Aufwärmen. Ihr startet bei ABBADIA, geht ein Stück durch den Wald, vorbei an Feldern und einem alten Brunnen aus dem 15. Jahrhundert – und dann kommt der eine Anstieg. Kurz. Machbar. Versprochen. Wenn ihr aus dem Wald tretet, öffnet sich der Blick ins weite Tal: Die Skylines von Montepulciano, Pienza, an klaren Tagen sogar Montalcino vor euch.

Von dort geht es hinein nach Montefollonico. Ein Dorf wie aus dem Bilderbuch: Steinbögen, enge Gassen, ältere Einheimische, die euch aus den Fenstern beobachten – nicht misstrauisch, eher neugierig.

Trinkt einen Espresso in der Bar Sport. Geht gemütlich bergab zurück nach ABBADIA. Zufrieden.

Wenn ihr es richtig timet, könnt ihr im 13 Gobbi zum Mittagessen stoppen. Oder eine Vin Santo Verkostung in der lokalen Cantina Innocenti einlegen. Keine Sorge – wir verraten niemandem, dass ihr auf eurer Wanderung eigentlich nur essen und trinken wart.

3. Sentiero del Vin Santo

2 Stunden — Wald, Wiesen, sanfte Hügel

Dieser Weg folgt einer alten mittelalterlichen Straße, die einst die Burgen von Torrita di Siena und Montefollonico verband – letzte Bollwerke der Republik Siena in ihren Kriegen gegen Montepulciano (verbündet mit Florenz).

Heute ist davon nur noch Frieden geblieben.

Ihr startet von ABBADIA und folgt dem Pfad, über den Bachlauf, durch stillen Wald, auf den Hügelkamm. Dort weiche Wiesen und sanfte Hügel. In der Ferne tauchen Montepulciano und Torrita immer wieder am Horizont auf.

Ihr kommt am Ortsrand von Torrita an. Entweder geht ihr für einen Espresso rein, oder dreht um und nehmt alles aus der entgegengesetzten Richtung auf.

Es ist eine abwechslungsreiche, friedliche Wanderung, die aber ihre Zeit bedingt. Perfekt für diese Gespräche, die mit: «Lass uns mal ein Stück zusammen gehen» beginnen.

4. Die Montepulciano-Wanderung

3 Stunden — Skyline immer im Blick — ikonisches Finale

Ideal für Paare, die gerne ein Ziel vor Augen haben — buchstäblich. Ihr wandert Richtung Montepulciano. Und wandert. Und wandert. Nach den ersten zwanzig Minuten bleibt die Skyline bei euch, wie ein stiller Begleiter.

Der Weg führt durch Weinberge und offene Felder, durch Landschaften, die aussehen, als wären Weinetiketten lebendig geworden.

Dann, kurz vor Ende kommt ihr beim Tempio di San Biagio an, leuchtend in weißem Marmor am Fuß des Hügels. Eine der ikonischsten Kirchen der Toskana — definitiv ein Besuch wert.

Von dort benötigt ihr nochmals 15 Minuten ins Zentrum der Altstadt von Montepulciano. Auf ein Glas Wein, ein spätes Mittagessen oder einfach eine Aussicht, die eure Kamera an ihre Grenzen bringt.

5. Via Francigena (San Quirico nach Bagno Vignoni)

3.5 Stunden — historisch — Postkartenlandschaften — Thermalquellen

Das ist die „wir wollen die klassische Toskana Wanderung“.

Ein stiller Abschnitt der mittelalterlichen Via Francigena, jener Pilgerroute, die einst von Canterbury in England bis nach Rom führte – und ja, sie zieht sich durch einige der meistfotografierten Landschaften der Welt. Zu Recht.

Ihr fahrt etwa 30 Minuten nach San Quirico d’Orcia, spaziert durch das Dorf und verlasst es dann auf zypressengesäumten Wegen. Ihr geht über sanfte Hügel, offene Felder, lichten Wald, kaum Menschen. Viel Himmel. Zeit, die wieder langsamer läuft.

Am Ende wartet Bagno Vignoni. Ein uraltes Dorf, dessen Herz kein Platz, sondern ein dampfendes Thermalbecken ist – schon die alten Römer badeten hier.

Etwas ausserhalb, im Parco dei Mulini, entdeckt ihr eine Böschung mit natürlichen Warmwasserpools: weisser Kalkstein trifft auf türkisfarbenes Wasser. Zieht die Schuhe aus. Taucht die Füße ins warme Wasser.

Dann macht ihr euch – ruhig, gestärkt, mit einem Herzen voller Eindrücke – auf den Rückweg nach San Quirico. Entweder zu Fuss oder per Bus ab Bagno Vignoni.

Ein Ausflug, der bleibt. Bedeutungsvoll, zeitlos. Und wegen seiner Länge und der Landschaft besonders schön im Frühling oder Herbst.

Ein paar nützliche Hinweise

Italienische Wandermarkierungen

Ja, es gibt sie.

Und ja, sie hören manchmal einfach auf. Ohne Erklärung. Ohne Abschied.

 

Unser ehrlicher Rat: Verlasst euch nicht auf Farbe an Bäumen, sondern auf das GPS eures Handys. Ladet die Karten vorher offline herunter – der Empfang in Tälern ist… italienisch.

Wenn ihr möchtet, geben wir euch gern Koordinaten für die wichtigen Punkte. Folgt denen. Nicht der romantischen Vorstellung, dass Wanderwege hier durchgehend logisch markiert sind.

Beste Jahreszeit? Jede.

Die Toskana ändert sich komplett mit den Jahreszeiten. Keine ist besser. Jede erzählt eine andere Geschichte.

Frühling (März-Mai): Perfektes Wanderwetter. 15-22°C. Wildblumen überall. Grün ist die Farbe, alles blüht. Etwas Regen ist möglich – bringt eine leichte Jacke mit. Die klassische Wandersaison.

Sommer (Juni-August): Heiß. 28-35°C. Wandert früh am Morgen, aus Vernunft. Die Landschaft wird mediterran, goldene Felder, braune Hügel, silbrige Olivenbäume. Das ist die beste Zeit für das ikonische Val d’Orcia.

Herbst (September-November): Wunderschön. 18-25°C. Goldenes Licht. Trauben- und Olivenernte. Die Stimmung ist gelb, orange und rot. Die sinnlichste und farbenfroheste Wanderzeit.

Winter (Dezember-Februar): Immer noch schön, nur anders. 5-12°C. Ruhig. Neblige Morgen. Kürzere Tage. Viel Atmosphäre. Die Zeit, in der man die Toskana fast für sich allein haben kann. Professionelle Fotografen sagen uns, es sei die beste Saison.

Immer noch unsicher wann ihr kommen sollt? Unser Guide zur besten Reisezeit in der Toskana, erklärt euch die Vorzüge Monat für Monat.

Was anziehen

Ihr braucht keine Hightech-Wanderausrüstung für die Toskana. Hier ist, was Sinn macht:

  • Bequeme Wanderschuhe. Nein, nicht die Sandalen.
  • Schichten, denn morgens ist es kühl, nachmittags wird’s warm.
  • Lange Hosen auf Waldwegen. Brombeersträucher sind allgegenwärtig.
  • Sonnenhut. Ja, das tönt wie Mama, ich weiss. Trotzdem

Schlangen, Wildschweine und andere Dramen

Schlangen: Ja, es gibt sie. Man sieht sie selten und sie sind nicht aggressiv. Meist Ringelnattern, manchmal Vipern. Wir sind seit zwei Jahren hier und haben ein einziges Mal eine giftige Schlange gesehen.

Wildschweine: Nachtaktiv. Ihr seht ihre Spuren und Wühlstellen, aber nicht die Schweine. Sie meiden Menschen. Sehr konsequent.

Hunde: Hofhunde bellen hinter Zäunen. Sie sind laut, gelangweilt, ungefährlich. Maremmanos – große weiße Herdenschutzhunde – sind eine andere Geschichte. Meidet sie. Geht mit Abstand vorbei oder kehrt um, wenn das nicht möglich ist.

Sich verlaufen: Unwahrscheinlich. Diese Gegend ist klein. Worst Case? Ihr landet in einem anderen Dorf, trinkt einen Espresso, kommt wieder auf Kurs. Keine Überlebenssituation.

Das Beste am Wandern

Natürlich, die Aussichten — sie sind atemberaubend. Und die Bewegung. Für die zusätzliche Portion Tiramisu.

Aber es gibt auch etwas anderes: Nebeneinander gehen — ist pure Paarzeit. Keine Ablenkung. Ein gemeinsames Ziel. Und Zeit. Zeit öffnet Gespräche, von denen ihr nicht wusstet, dass ihr sie braucht.

Manchmal löst ihr dabei ein Thema, über das ihr monatelang gestritten habt. Einfach so. Gehen, Reden und irgendwie Klarheit finden.

Das können diese toskanischen Pfade auch bewirken. Paarmagie inklusive.

Bereit zu erkunden?

Wenn ihr ankommt, sagen wir euch, welche Wanderung an diesem Tag am besten zu euch passt. Der Rest liegt bei euch.

Macht eine. Macht alle. Oder keine.

Alles ist richtig. Die Toskana ist keine Checkliste. Sie ist ein Gefühl, das darauf wartet, erkundet zu werden. Zu Fuss oder nicht. Aber bewusst. Am besten mit jemandem, den ihr liebt.

Wann immer ihr bereit seid.

Willkommen auf ABBADIA.

Willkommen zu Fuss im Val d’Orcia.

ABBADIA WINE RELAIS
TUSCANY

Wir sind ein Silent Luxury Hideaway und Boutique-Weingut in der atemberaubendsten Gegend der Toskana, zwischen Pienza, Val d’Orcia und Montepulciano. Fünf Zimmer. 26 Hektar. Adults only. Biologisch seit 2009. Ideal für Paare, Naturliebhaber und Designbewusste. Wir sprechen Deutsch, Englisch, Französisch, Tschechisch, Italienisch – und die Sprache der Stille. Denn wahre Rückzugsorte flüstern.