Sie sind Nachbarn. An klaren Tagen sieht man die eine von der anderen.
Beide sind im Val d’Orcia, gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Beide sind mittelalterliche Hügelstädte. Beide wie dem Bilderbuch entsprungen.
Und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein.
Montepulciano ist vertikal, dramatisch, verwinkelt, voller Leben. Pienza ist horizontal, durchdacht, verfeinert, gebaut nach Plan für Schönheit.
Die eine ist eine funktionierende Stadt, die zufällig wunderschön ist. Die andere ist ein Renaissance-Ideal aus Stein.
Und beide erzählen eine ganz eigene Geschichte davon, was die Toskana sein kann.
ABBADIA WINE RELAIS, unser Adults Only Hideaway, ist der ideale Ausgangspunkt inmitten von Weinbergen, Stille, und Raum. Perfekt gelegen zwischen dem Val d’Orcia, Pienza und Montepulciano. Beide Städte sind in weniger als 20 Minuten zu erreichen.
Hier ist, wie ihr zwischen ihnen wählt — oder noch besser: wie ihr beide genießen könnt, und dennoch dem Slow Travel treu bleibt.
Die schnelle Antwort
Wenn ihr nur Zeit für eine habt, dann:
Wählt Montepulciano für:
- Lebendige italienische Gassen
- Die berühmten Vino Nobile Weine
- Steile Kopfsteinpflasterstraßen und mittelalterliches Flair
- Atemberaubende Weitsicht vom Gipfel
- Breite Auswahl authentischer und guter Restaurants
Wählt Pienza für:
- Renaissance-Architektur wie aus einem Filmset
- Pecorino in allen Varianten – frisch, gereift, aromatisch
- Flache Wege und entspannten Zugang
- Instagram-reife Aussichten über das Val d’Orcia
- Winzig, perfekt, voller Charme
Unsere ehrliche Meinung: Besucht beide. Sie sind gerade mal 15 Minuten auseinander. Unterschiedliche Vormittage. Komplett unterschiedliche Stimmungen.
Montepulciano: Die Vertikale
Entfernung vom ABBADIA WINE RELAIS: 15 Minuten
Setting: Montepulciano erstreckt sich entlang eines langen, steilen Kamms. Mittelalterliche Mauern, viele Renaissance-Paläste, und eine Stadt, die wirklich lebt. 14.000 Menschen wohnen hier – das ganze Jahr über. Keine Kulisse. Kein Museum. Funktionierendes italienisches Leben. Eine der bekanntesten Hügelstädte des Val d’Orcia und der Toskana überhaupt.
Was sie besonders macht:
Der Aufstieg
Die Stadt ist wirklich vertikal. Der Corso klettert vom Porta al Prato, dem unteren Tor, zur Piazza Grande oben – etwa 1,5 Kilometer bergauf.
Steil, Kopfsteinpflaster, erschöpfend.
Und doch lohnt sich jeder Schritt. Die Aussicht oben entschädigt für jede brennende Wade.
Der Wein
Vino Nobile di Montepulciano. Eine italienische Erfolgsgeschichte. DOCG-Klassifizierung. Weltberühmt. Aus reinem Sangiovese gekeltert, im Holzfass ausgebaut, strukturiert, säurereich, mit gutem Alterungspotenzial.
Dutzende Weinkeller (Cantine) säumen den Corso. Viele bieten Verkostungen an, sind jedoch stark auf Tagesbesucher ausgerichtet – für ein echtes Erlebnis lohnt es sich, ein paar Schritte abseits der Hauptgasse zu suchen. Oder fahrt ein paar Minuten aus der Stadt raus und besucht das Weingut direkt vor Ort.
Die Atmosphäre
Hier passiert echtes italienisches Leben. Einheimische kaufen Lebensmittel ein. Kinder spielen auf Plätzen. Bars voller alter Männer, die über Fußball streiten. Wäsche hängt aus mittelalterlichen Fenstern. Ab und zu ein Auto in den Gassen,
Montepulciano ist kein Museum. Es ist ein lebendiges Städtchen – zufällig auch kulturell interessant und eindrücklich schön.
Die Größe
Groß genug, um sich zu verirren. Klein genug, um den Weg wiederzufinden. Plant 2–3 Stunden für Aufstieg, Erkunden und Abstieg ein. Perfekt für einen intensiven Vormittag, der noch lange nachhallt.
Was ihr in Montepulciano sehen solltet
Piazza Grande
Der Hauptplatz zuoberst in der Stadt. Auf einer Seite der Palazzo Comunale, das mittelalterliche Rathaus, auf der anderen die Kathedrale.
Wer will, erklimmt den Turm des Palazzo Comunale. 374 Stufen, 5 Euro Eintritt – absolut lohnenswert.
Von oben breitet sich die Toskana aus wie ein Gemälde: Pienza, Montalcino, sogar Siena – alles sichtbar an klaren Tagen.
Der Dom
Die Backsteinfassade blieb unfertig, das Geld ging aus – sehr italienisch. Innen überrascht er mit stiller Schönheit. Freier Eintritt.
Nicht die beeindruckendste Kathedrale der Toskana, aber die Atmosphäre ist einzigartig.
Weinkeller entlang des Corso
Zu viele, um sie alle aufzuzählen. Einige Highlights:
- Contucci (Piazza Grande) – historischer Keller, Familienbetrieb seit dem 18. Jahrhundert, Verkostung kostenlos, kein Kaufdruck.
- De‘ Ricci (Via Ricci, am unteren Ende) – beeindruckende unterirdische Keller, alte Weinfässer, Verkostung zwischen 15–20 Euro pro Person.
- Cantina Gattavecchi (Via di Collazzi) – Abseits der Hauptstrecke, weniger touristisch, gute Weine, sehr empfehlenswert.
Unser Rat: Überspringt die Keller, deren Personal euch aggressiv umwirbt. Sucht die ruhigeren, authentischeren Orte.
Sant’Agnese Kirche
Befindet sich auf halber Strecke am Corso. Wird oft übersehen. Barockes Inneres, überraschend schön. Normalerweise menschenleer. Freier Eintritt.
Festung (Fortezza)
Ganz oben, hinter der Piazza Grande. Teilweise verfallen, aber mit Aussichten, die euch den Aufstieg vergessen lassen. Frei zugänglich zum Begehen, Fotografieren, Staunen.
Die Seitengassen
Das Beste von Montepulciano liegt abseits des Corso. Biegt in die kleinen Gassen ab. Ruhige Plätze. Versteckte Innenhöfe. Mittelalterliche Brunnen. Katzen, die auf uralten Steinen dösen. Hier fühlt man die Stadt wirklich.
Tempio di San Biagio
Etwas außerhalb der Stadtmauer von Montepulciano, am Fuß des Hügels, steht der Tempio di San Biagio. Eine Kirche perfekt proportioniert, Renaissance in Vollendung. Die weisse Marmorfassade reflektiert das Licht, innen ist alles Ruhe. Harmonische Kuppeln, klare Linien. Man spürt: Hier ging es um Maß, Perspektive, Schönheit.
Perfekt, um einen Vormittag in Montepulciano zu beenden.
Wo ihr in Montepulciano essen könnt
Osteria Acquacheta (Via del Teatro, 22)
Berühmt für Bistecca Fiorentina (riesige gegrillte T-Bone Steaks, ab zwei Personen). Laut, chaotisch, lustig. Unbedingt reservieren — entweder um 19.30 oder dann 21.30. Giulio macht immer Doppelbelegung.
Nicht romantisch. Aber definitiv unvergesslich.
La Grotta (Località San Biagio, 15)
Nur wenige Schritte von der San Biagio Kirche entfernt. Elegant, ruhig, mit einem kleinen Garten. Hochwertiges toskanisches Essen, gehobenere Preise, gute Weinkarte. Reservierung empfohlen, besonders an Sommerabenden.
Rosso Rubino (Via dell’Opio nel Corso)
Klein, intim, beste handgemachte Pasta. Vittorio macht sie täglich frisch. Keine Aussentische.
Caffè Poliziano (Via di Voltaia nel Corso, 27)
Historisches Café, Jugendstil-Interieur, geöffnet seit 1868. Ideal für einen Kaffee mit echt italienischen Süssigkeiten, einen Aperitivo oder einfach, um Menschen zu beobachten. Das Cafè hat eine einzigartige Atmosphäre, die Geschichten erzählt.
Unsere Meinung: In Montepulciano findet ihr echte Restaurants, keine touristischen Kulissen. Wenn Einheimische hier essen, bleibt die Qualität hoch. Und das macht jeden Besuch – vom Aperitivo bis zum Dessert – zum authentischen Toskana-Erlebnis.
Wann ihr Montepulciano besuchen solltet
Am besten: Wochentags am Vormittag, idealerweise Dienstag bis Donnerstag zwischen 9 und 11 Uhr. Die Stadt wacht langsam auf. Geschäfte öffnen, die ersten Einheimischen sitzen beim Kaffee. Perfekt, um den Corso zu erklimmen, bevor die Menschenmassen alles füllen.
Nicht empfohlen: Samstagnachmittage (am vollsten). Sonntagmorgen (Geschäfte geschlossen). August-Nachmittage (zu heiß für den Aufstieg).
Spezielle Events:
- Bravio delle Botti (letzter Sonntag im August) – Fassrollen-Rennen durch die Stadt. Die Einheimischen nehmen es ernst, Touristen finden es interessant.
- Anteprima del Vino Nobile (Februar) – In der Fortezza Medicea werden die neuen Weine des Jahrgangs vorgestellt. Vino Nobile, Rosso di Montepulciano und Vin Santo warten auf Verkostung.
- Weihnachtsmarkt (Ende November–Anfang Januar) – Montepulciano verwandelt sich in ein festliches Winterdorf. Holzbuden, Lichter und winterlicher Charme füllen die Altstadt.
Pienza: Die Perfekte
Entfernung vom ABBADIA WINE RELAIS: 20 Minuten
Setting: Pienza liegt sanft erhöht über dem Val d’Orcia, mit weitem Blick über Hügel, Weinberge und Zypressen bis zum Monte Amiata. Horizontal gebaut, ohne steile Gassen, kompakt, klein, klar strukturiert. Perfekt proportioniert. Gebaut, um schön zu sein.
Was sie besonders macht:
Das Design
Die meisten mittelalterlichen Städte wuchsen organisch. Pienza wurde auf dem Reissbrett entworfen. In den 1450ern ließ Papst Pius II. seinen unscheinbaren Geburtsort Corsignano zur Renaissance-Idealstadt umbauen – gerade Straßen, harmonische Proportionen. Jedes Gebäude sitzt. Fast zu perfekt. Wie ein Filmset aus Stein.
Der Käse
Pecorino di Pienza. Schafsmilchkäse, hergestellt in den Hügeln rund um die Stadt, gereift in Höhlen, Fässern, Walnussblättern, Heu oder sogar Asche.
In diversen Reifegraden. Frisch, halbreif, voll gereift. Beinahe jeder Laden in Pienza verkauft ihn. Die meisten bieten kostenlose Verkostungen an. Ihr werdet mit Käse im Gepäck nach Hause gehen. Das ist eine Tatsache. Akzeptiert sie.
Für uns ist dieser Käse fester Bestandteil für jedes romantische Picknick im Weinberg, das wir für unsere Gäste ausrichten.
Die Aussichten
Pienza liegt sanft erhöht am Kopf des Val d’Orcia. Die Stadt selbst ist klein – von einem Ende zum anderen braucht ihr kaum zehn Minuten.
Doch hinter den Mauern öffnet sich dieser einmalige Blick: Hügel, Zypressen, Felder. Die klassische Toskana, wie aus Kalendern und Bildschirmschonern. Nur in echt.
Die Größe:
Winzig. Ihr könnt Pienza in etwa 90 Minuten erleben. Den Corso Rossellino entlanggehen. Den Dom sehen. Käse kaufen. Fertig.
Das ist keine Kritik. Pienza weiß genau, was es ist: klein und perfekt – und ist auf beides stolz.
Was ihr in Pienza sehen solltet
Corso Rosselino
Die Hauptstraße läuft gerade durch die Stadt. Links und rechts Käseläden. Jeder dritte verkauft Pecorino.
Die meisten bieten kostenlose Verkostungen an – acht, neun, zehn Sorten. Probiert sie alle, kauft, was euch gefällt. Kein Druck (meistens).
Piazza Pio II
Der zentrale Platz. Auf der einen Seite der Dom, auf der anderen der Palazzo Piccolomini, der päpstliche Palast.
Perfekt proportioniert. So sieht Renaissance-Stadtplanung aus, wenn sie funktioniert.
Der Dom
Eine helle, elegante Renaissance-Kirche. Luftig, ruhig, überraschend modern. Die Struktur zeigt Risse – Pienza sinkt langsam ab –, doch die Schönheit bleibt.
Freier Eintritt. Fünfzehn Minuten, die sich lohnen.
Palazzo Piccolomini
Der Sommerpalast von Papst Pius II. Ihr könnt die Räume und den hängenden Garten besichtigen.
Der Eintritt kostet EUR 7. Die Zimmer sind interessant, wenn euch päpstliches Renaissance-Leben fasziniert. Die Aussicht aus dem Garten ist für alle beeindruckend.
Die Wälle und die Aussicht
Geht hinter den Dom, zur Rückseite der Stadt. Ein kleiner Park, ein Fussweg über die alten Wälle – und dann öffnet sich der Blick: das Val d’Orcia breitet sich vor euch aus. Zypressenreihen, sanfte Hügel, der Monte Amiata in der Ferne.
Freier Zugang. Bestes Licht am Morgen oder später am Nachmittag.
Die Hintergassen:
Im Gegensatz zu Montepulciano hat Pienza kaum versteckte Ecken. Aber trotzdem lohnt es sich, in Seitengassen abzubiegen — weniger Menschen, mehr Ruhe. Und ein bisschen Abstand vom perfekten Bild.
Wo ihr in Pienza essen könnt
La Buca delle Fate (Corso Rossellino, 38)
Im Kellergewölbe eines alten Palastes. Solide toskanische Klassiker mitten in der Stadt. Gute Pici, verlässliche Küche, ordentliche Weinkarte. Zentral gelegen und bequem nach einem Rundgang. Abends besser reservieren.
Trattoria Latte di Luna (Via San Carlo, 2-4)
Ein paar Schritte abseits der Hauptstraße — und genau deshalb besser. Hier essen auch Einheimische. Einfach, ehrlich, preislich fairer als vieles am Corso. Keine Experimente, aber sehr gut gemacht. Haben nur mittags geöffnet.
Sette di Vino (Piazza di Spagna, 1)
Mehr Weinbar als Restaurant. Perfekt für einen Aperitivo, Käseplatten oder eine leichte Mahlzeit. Viele toskanische Klassiker, wie Bohnen und Kohlgemüse. Sehr gute Auswahl lokaler Weine, entspannte Atmosphäre.
Sperone Nudo (Piazza di Spagna)
Kleines Restaurant mit Fokus auf lokale Produkte, immer mit einem modernen Twist. Ausgezeichnete Küche — immer einzigartig. Aussenplätze auf der kleinen Piazza. Reservierung sinnvoll.
Buon Gusto Gelateria (Corso Rossellino)
Das beste Gelato in Pienza. Vielleicht sogar im ganzen Val d’Orcia. Klein, handwerklich, ohne Schnickschnack. Der ideale Abschluss nach Käseverkostung Nummer fünf.
Unsere Meinung: In Pienza isst man gut, aber selten spektakulär. Die Stadt lebt mehr vom Gehen, vom Schauen, vom Käse und von den Aussichten als von kulinarischer Spitzengastronomie. Wir klagen hier auf hohem Niveau. Wohlverstanden.
Wann ihr Pienza besuchen solltet
Am besten: Kommt morgens zwischen 8 und 9 Uhr an. Die Stadt ist dann noch ruhig, die Geschäfte öffnen gerade, und die Straßen gehören fast euch allein.
Auch später am Nachmittag, zwischen 17 und 18 Uhr, lohnt sich ein Besuch. Die großen Reisegruppen sind weg, die Einheimischen schlendern zum Passeggiata-Abendspaziergang. Ein schöner Moment, um die Stadt in Ruhe zu erleben.
Nicht empfohlen: Zeitraum zwischen 10 und 15 Uhr. Dann fließt die Hauptstraße wie ein menschlicher Strom, voller Reisebusse und Touristengruppen.
Events:
- Fiera del Cacio am ersten Sonntag im September. Das Käsefestival ist ein Spektakel: rollende Pecorino-Räder, Verkostungen, Wettbewerbe. Für Käseliebhaber ein Traum. Chaotisch, italienisch, unvergesslich.
- Pienza e i Fiori, das Blumenfest, jedes Jahr im Mai verwandelt sich Pienza für rund zwei Wochen in ein Farben‑ und Duftparadies. Die Plätze und historischen Gebäude werden mit Blumen geschmückt, Marktstände und kleine Veranstaltungen füllen die Gassen.
- Italy Summer Music Pienza – im Spätsommer, etwa Ende Juli bis Anfang August, erklingen klassische Konzerte in der Kirche San Francesco. Junge Musiker spielen Violine, Viola, Klavier. Wer Musik liebt, sollte sich das vormerken
Montepulciano und Pienza im Direktvergleich
Grösse
- Montepulciano: Groß genug zum Erkunden. 2-3 Stunden Minimum.
- Pienza: In 90 Minuten deckt ihr alles ab.
Schwierigkeit:
- Montepulciano: Steiler Aufstieg. Nicht für jeden ideal.
- Pienza: Einfacher Zugang. Entspannt.
Menschenmassen:
- Montepulciano: Auch wenn voll, groß genug für ruhige Ecken.
- Pienza: Fühlt sich zu Hauptstosszeiten sehr eng und überfüllt an.
Authentizität:
- Montepulciano: Eine echte Stadt. Einheimische leben hier. Kaufen ein. Gehen zur Schule.
- Pienza: Pienza wirkt fast museal, sorgfältig gestaltet, schön – aber weniger „echt“.
Essen:
- Montepulciano: Bietet deutlich mehr Vielfalt, von preiswert bis gehoben.
- Pienza: Weniger Auswahl. Anständiges Essen, jedoch keine kulinarischen Höhenflüge.
Einkaufen:
- Montepulciano: Wein natürlich. Aber auch etwas Handwerk, Kleider, Parfüms, Delikatessen.
- Pienza: Alles dreht sich um Delikatessen. Pecorino, Trüffel, Pasta wohin man schaut, ein paar Keramiken, etwas Leinen.
Aussichten:
- Montepulciano: Schenkt euch 360-Grad Blicke vom Turm. Ihr seid hoch oben, über allem. Sehr eindrüklich.
- Pienza: Die klassische Val d’Orcia Postkartenansicht. Cinematisch, perfekt gerahmt.
Atmosphäre:
- Montepulciano: Lebendig. Leicht chaotisch.
- Pienza: Verfeinert. Ruhig.
Was ihr kaufen solltet
Romantische Souvenirs aus Montepulciano und Pienza.
Aus Montepulciano:
Wein, klar. Vino Nobile di Montepulciano. Kauft direkt ab dem Weingut. Das ist persönlicher und gibt bessere Preise. Tipp: Kauft auch einen Riserva (3+ Jahre gereift). Wir mögen Le Bèrne, Il Molinaccio, La Ciarliana.
Hochwertige Lederwaren: Taschen, Gürtel und Jacken aus pflanzlich gegerbtem toskanischem Leder findet ihr im Voltaia28. Maledetti Toscani ist berühmt für handgefertigte, „unzerstörbare“ Lederstiefel und robuste Taschen.
Raumdüfte & Parfüms: Besucht Erbario Toscano, eine sehr bekannte Marke mit beliebten Düften wie Bacche di Tuscia oder Legno di Vigna. Oder Bolgherello, ebenfalls ein spezialisierter Shop für Profumi di Toscana.
Mode: Es finden sich diverse kleine Boutiquen, die abseits der großen Marken italienische Newcomer-Labels und raffinierte Stoffe führen. Beispielsweise Del Santo Cashmere oder Fatamorgana. Auch Maledetti Toscani bietet eine grosse Auswahl an Kleidung.
Kupferkunst (Bottega del Rame): Ein absolutes Unikat in Montepulciano. Hier stellt die Familie Bianchini in ihrer Werkstatt handgeschlagene Töpfe, Pfannen und Dekorationsgegenstände aus Kupfer her – ein Stück echtes Handwerk.
Aus Pienza:
Pecorino di Pienza: Der absolute Klassiker. Erhältlich in verschiedenen Reifegraden: Fresco (mild), Semi-stagionato (halbreif) oder Stagionato (würzig-hart). Tipp: Lasst ihn euch für die Reise vakuumverpacken.
Trüffel-Spezialitäten: Ob Trüffelöl, Trüffelhonig (perfekt zum Käse) oder Pasta – die Region um Pienza ist ein wichtiges Trüffelgebiet.
Cinta Senese Salami: Wurstwaren von der geschützten toskanischen Schweinerasse (Cinta Senese). Besonders die Salami oder der luftgetrocknete Schinken sind exzellente Souvenirs.
Keramik: Pienza bietet wunderschöne, handbemalte toskanische Keramik (z.B. Schalen oder Vasen), oft mit typischen Motiven der Val d’Orcia wie Zypressen oder Sonnenblumen.
Handgewebtes Leinen: In den Seitenstraßen finden Sie traditionelle Webereien (Altroieri, Made in Tuscany), die hochwertige Tischdecken, Servietten oder Schals aus Leinen und Baumwolle herstellen.
Parken
Montepulciano:
Ausserhalb der Stadtmauer: Es gibt insgesamt 8 nummerierte Parkplätze. Nehmt wenn möglich den Parcheggio 1 (P1) nahe der Porta al Prato (Kosten ca. 2-3 EUR/Std.). Zahlt immer, es wird streng kontrolliert.
Warnung: Fahrt niemals in die Altstadt hoch. Der Corso ist extrem eng, steil und eine Sackgasse – ihr würdet euch hassen.
Tipp: Wer nicht laufen will, nimmt den kleinen Stadtbus (Pollicino) von der Porta al Prato bis hoch zur Piazza Grande. Er fährt alle 30 bis 40 Minuten – italienische Pünktlichkeit.
Alternative: Versucht, ganz oben zu parken im Parcheggio 7 (Fortezza). Das spart den Aufstieg, aber dort einen Platz zu finden, ist reines Glücksspiel.
Pienza:
Außerhalb bleiben: Nutzt den Parcheggio Pienza (Preise ca. 1,50-2 EUR/Std.).
ZTL-Falle: Das gesamte Zentrum ist ZTL (verkehrsberuhigte Zone). Fahrt unter keinen Umständen hinein; die Kameras registrieren jedes Kennzeichen, und die Bußgelder sind saftig.
Kurze Wege: Pienza ist winzig. Parkt außerhalb und ihr seid dennoch in 5 Minuten überall zu Fuß.
Häufige Fragen
„Können wir beide am gleichen Vormittag besuchen?"
Technisch ja. Sinnvoll eher nicht. Ihr müsst hetzen und verpasst genau das, was beide Orte besonders macht. Wenn ihr nur einen Vormittag habt, entscheidet euch für eine. Wenn ihr etwas mehr Zeit habt, dann findet ihr weitere Anregungen in unseren Guide für die perfekten drei Tage im Val d’Orcia.
„Muss man beide sehen?"
Wir finden: ja. Sie sind so unterschiedlich und ergänzen sich so gut, dass es schwer ist, eine davon auszulassen.
„Welche ist romantischer?"
Kommt darauf an, was ihr unter Romantik versteht.
Pienza ist sanfter, hübscher, gemacht für langsame Spaziergänge und Postkartenmomente.
Montepulciano ist dramatischer. Gemeinsam den Corso hinaufzugehen fühlt sich an wie ein kleines Abenteuer.
Beide sind romantisch. Auf unterschiedliche Weise.
„Welche hat weniger Touristen?"
Montepulciano. Einfach, weil sie größer ist und sich alles besser verteilt.
Pienza ist winzig – zur falschen Zeit fühlt sie sich schnell voll an. Timing ist hier alles.
„Brauchen wir Reservierungen?"
Restaurants: ja, wenn ihr etwas Bestimmtes im Auge habt. Spontan findet man meist trotzdem etwas.
Verkostungen: meist keine Reservierung nötig, weder für Wein noch für Käse.
Führungen: Die unterirdischen Keller in Montepulciano (Talosa, De’ Ricci) erfordern eine Buchung. Oft auch kurzfristig möglich, wer sicher gehen will, reserviert online.
Unsere ehrliche Empfehlung
Besucht beide. Sie sind 10 Minuten auseinander. Komplett unterschiedlich. Beide wunderschön.
Startet mit Pienza, wenn ihr einen sanften Einstieg wollt. Flach, klein, überschaubar. Geniesst den Käse. Bewundert die Aussichten. In 90 Minuten seid ihr durch.
Beginnt mit Montepulciano, wenn ihr das lebendige, verwinkelte, Hügelstadt-Erlebnis sucht. Steigt die Gassen hinauf, kostet den Wein, spürt die Energie. Es dauert länger, aber jeder Schritt lohnt sich.
Egal wie und wann ihr es einplant. Ihr werdet verstehen, warum Menschen sich in die Toskana verlieben. Und warum diese beiden Städte auf der Val d’Orcia UNESCO-Liste stehen.
Unterschiedliche Schönheit. Dieselbe Magie.
Bereit, das Val d'Orcia zu erkunden?
Unser ABBADIA liegt genau richtig. Zwischen dem Val d’Orcia, Pienza und Montepulciano.
Von hier sind es: 20 Minuten nach Pienza. 15 Minuten nach Montepulciano. Näher muss es nicht sein.
Wenn ihr ankommt, fragt uns. Nach dem richtigen Zeitpunkt. Nach Parkplätzen. Nach einem Tisch, der den Abend wert ist. Erzählt uns, worauf ihr Lust habt — wir kümmern uns um den Rest.
Oder ihr geht einfach los. Beide Städte sind überschaubar genug, um sich treiben zu lassen. Groß genug, um spontan gut zu essen. Ohne Plan. Ohne Druck.
Am Ende des Tages kommt ihr zurück nach ABBADIA.
Zur Stille. Zum Raum. Zum goldenen Licht über den Hügeln.
Das ist kein Zufall.
Das ist Luxus. Wahrer Luxus – Silent Luxury eben.
Willkommen auf ABBADIA.
Willkommen zwischen Pienza und Montepulciano.